für das Human Brain Projekt der Europäischen Union
Monografie von Dr. rer. nat. Andreas Heinrich Malczan
Woher kommt Intelligenz in künstlichen oder
natürlichen Systemen? Diese Arbeit zeigt, dass Intelligenz
nicht aus der Komplexität biologischer Strukturen oder der Größe künstlicher
Modelle entsteht, sondern aus einer arithmetisch notwendigen Architektur
der Signalverarbeitung. Ein intelligentes System benötigt lediglich vier
Elemente: eine lineare Projektion, eine lineare Rekonstruktion durch die
Transponierte, eine Nichtlinearität und eine rekursive Verschaltung. Diese
Minimalarchitektur erzeugt zwangsläufig Signalvervollständigung, also
die Ergänzung fehlender oder verrauschter Signale. Dadurch entstehen interne
Modelle, kategoriale Zustände und ein zyklischer Wechsel zwischen Elementar-
und Komplexformen — der dynamische Kern des Denkens. Moderne
KI‑Architekturen wie Transformer und State Space Models erweitern diese
Struktur lediglich um eine dritte lineare Abbildung zur Mustererkennung,
folgen aber demselben Prinzip. Die Theorie erklärt damit gleichermaßen die
Funktionsweise natürlicher Gehirne und künstlicher Systeme und zeigt:
Intelligenz ist eine unvermeidliche Eigenschaft rekursiver,
signalvervollständigender Systeme.
Monografie von Dr. rer. nat. Andreas Heinrich Malczan