10 Die Dynamik des Formwechsels zwischen Elementar- und Komplexformen

10.1 Zyklische Abbildung als Grundmechanismus

Das System führt in jedem Verarbeitungsschritt eine feste Sequenz von Operationen aus:

  1. Direktes System:

Formel

Erzeugung einer Komplexform aus einem Elementarsignalvektor.

  1. Inverses System:

Formel

Rekonstruktion eines Elementarsignalvektors aus der Komplexform.

  1. Nichtlinearität:

Formel

Erzeugung eines kategorialen Zustands.

  1. Rekursion:

Formel

Damit entsteht ein zyklischer Wechsel zwischen zwei Darstellungsformen desselben Signals:

Formel

Dieser Wechsel ist eine systemtheoretische Notwendigkeit der Architektur.

10.2 Oszillation als emergente Eigenschaft

Da die Abfolge der Operationen in jedem Zeitschritt identisch ist, entsteht eine Oszillation zwischen beiden Formen. Diese Oszillation ist:

Sie ist die zeitliche Signatur des Formwechsels und bildet die Grundlage für:

10.3 Bindung als Formwechsel, nicht als Synchronität

Die Oszillation zwischen Elementar- und Komplexformen führt dazu, dass verteilte Merkmale eines Reizes zu einer einheitlichen Repräsentation zusammengeführt werden. Dieser Vorgang entspricht dem klassischen Bindungsproblem.

In dieser Theorie entsteht Bindung jedoch nicht durch zeitliche Synchronität, sondern durch:

Synchronität ist lediglich das sichtbare Epiphänomen dieses Formwechsels.

10.4 Bedeutung des Formwechsels für Intelligenz

Der zyklische Wechsel zwischen Elementar- und Komplexformen ermöglicht:

Damit ist der Formwechsel der dynamische Kernmechanismus, aus dem Intelligenz entsteht.

10.5 Zusammenfassung

Der Formwechsel zwischen Elementar- und Komplexformen ist:

 

Monografie von Dr. rer. nat. Andreas Heinrich Malczan