2 Signaltheoretische Grundbegriffe

Ein Elementarsignal ist die kleinste unterscheidbare Einheit eines Signalsystems. Signaltheoretisch entspricht es einem Basisvektor eines geeigneten Vektorraums. Jedes Elementarsignal repräsentiert eine elementare Eigenschaft oder ein elementares Merkmal eines Reizes.

Formal: Ein Elementarsignal ist ein Vektor Formel der kanonischen Basis des Signalraums

Formel

Komplexsignale

Ein Komplexsignal ist eine wohlgeordnete Menge gleichzeitig aktiver Elementarsignale. Da wohlgeordnete Mengen eindeutig in Vektorform darstellbar sind, entspricht ein Komplexsignal einer linearen Kombination von Elementarsignalen.

Formal:

Formel

Ein Komplexsignal ist damit ein Punkt im Signalraum, der eine strukturierte Kombination elementarer Merkmale repräsentiert.

Elementarformen und Komplexformen

Eine Elementarform ist die Form, die durch ein einzelnes Elementarsignal repräsentiert wird. Eine Komplexform ist die Form, die durch ein Komplexsignal repräsentiert wird.

Damit gilt:

Die Form eines Signals ist seine geometrische Struktur im Vektorraum.

Direktes und inverses System

Ein direktes System bildet Elementarsignale auf Komplexsignale ab. Ein inverses System bildet Komplexsignale wieder auf Elementarsignale zurück.

Formal:

Formel

mit  Formel  als Gewichtsmatrix.

Formel

Im symmetrischen Fall genügt eine einzige Matrix Formel, da das inverse System durch die Transponierte realisiert wird.

Bedeutung dieser Grundbegriffe

Diese Begriffe erlauben eine präzise signaltheoretische Beschreibung der Vorgänge in mehrschichtigen Netzstrukturen:

Dieser Wechsel bildet die Grundlage für die später beschriebenen Mechanismen der Signalvervollständigung, der Zustandsbildung, der Rekursion und damit der Entstehung von Denken.

Monografie von Dr. rer. nat. Andreas Heinrich Malczan